Was ist PDA*

*Quelle FAPDA (https://pda-autismus-verein.org)

Die englische Abkürzung PDA steht für Pathological Demand Avoidance und ist die Bezeichnung für eine innerhalb des Spektrums auftretende Verhaltensform, die durch eine intensive Vermeidung von Anforderungen geprägt ist. Es werden Strategien verwendet, um Anforderungen zu umgehen, bis hin zu Panikreaktionen wie Flucht, Kampf oder Einfrieren. Zu Deutsch könnte man den Begriff übersetzen mit einer neurologisch (pathologischen) extremen und für die Person unkontrollierbarer Anforderungsvermeidung.

PDA ist ein klinisch gut erkennbarer Symptomkomplex, der wissenschaftlich noch nicht genug erforscht ist und nach aktuellem Wissensstand am ehesten in den Bereich des Autismus-Spektrums einzuordnen ist.

PDA, als Teil des Autismus-Spektrums, basiert auf einer Neurodivergenz und ist gekennzeichnet durch:

  1. Reizüberflutung des Nervensystems

    Dies führt zu Overloads und unkontrollierbaren Reaktionen wie Meltdown, aggressivem Verhalten oder Shutdown.

  2. 💭
    Eingeschränkte kognitive Empathie

    Autisten mit PDA haben Schwierigkeiten, soziale Perspektiven zu übernehmen, können sich aber affektiv einfühlen, wenn ihnen die Gefühle anderer erklärt werden.

  3. 🔍
    Konkretistisches Denken

    Autisten mit PDA haben Probleme, den Gesamtkontext sozialer Situationen zu erfassen.

🧠

Neurologische Basis

PDA hat eine neurobiologische Grundlage und ist nicht das Ergebnis von Erziehung oder Willensschwäche.

🌈

Spektrum-Zugehörigkeit

PDA wird zunehmend als eigenständiges Profil im Autismus-Spektrum anerkannt.

💡

Individuelle Ansätze

Erfolgreiche Unterstützung erfordert individuell angepasste, flexible Strategien.

Warum PDA verstehen so wichtig ist!

Von PDA-Betroffene werden gern vorverurteilt, da ihr Verhalten oft nicht in die gesellschaftsgängige Norm passt.

Wir möchten helfen, Vorurteile abzubauen und Verständnis fördern.

Neben der Aufklärung ist es unser Ziel, Hilfestellung zu vermitteln.

🤝

Kollaborativer Ansatz

Zusammenarbeit statt Konfrontation. Einbeziehung der Person in Entscheidungsprozesse und Problemlösung.

  • Gemeinsame Problemlösung
  • Wahlmöglichkeiten anbieten
  • Autonomie respektieren
💬

Indirekte Kommunikation

Vermeidung direkter Anweisungen durch kreative, indirekte Kommunikationsformen.

  • Vorschläge statt Befehle
  • Humor und Spiel einsetzen
  • Rollen und Charaktere nutzen
🌱

Stärkenbasierte Förderung

Fokus auf individuelle Stärken und Interessen als Motivation und Selbstwertgefühl.

  • Interessen als Brücke nutzen
  • Talente fördern
  • Erfolge feiern
🛡️

Umgebungsanpassung

Schaffung einer unterstützenden, druckarmen Umgebung mit Rückzugsmöglichkeiten.

  • Stressreduktion
  • Rückzugsorte schaffen
  • Vorhersagbarkeit erhöhen

Stimmen unserer Leser

Echte Erfahrungen und Bewertungen zu unseren PDA-Büchern

Gleich vorweg: Dieses Buch ist KEIN Fachbuch über Autismus, kein Sachbuch, kein medizinischer Ratgeber, sondern beschreibt die Lebenssituation von drei Müttern, deren Kinder verhaltensauffällig sind und bei denen eine Autismus-Spektrum-Störung vermutet wird. Dieses Buch ist dabei aufwühlend, berührend und beeindruckend. Die drei geschilderten Fälle zeigen zum einen, wie unterschiedlich die betroffenen Mütter mit dem Umstand umgehen, dass ihre Kinder verhaltensauffällig sind. Gleichzeitig sind in allen drei Berichten die Parallelen unverkennbar - die verzweifelte Suche nach Hilfe, Diagnose, der Kampf gegen Verwaltung und Bürokratie. Die zwischen die Lebensberichte eingestreuten Sachthemen - über die Arbeit einer Autismus Nothilfestelle, die rechtliche Situation der Eltern, die ihre Kinder gar nicht beschulen können und vor allem über die in Fachkreisen geführte Diskussion, ob es sich bei der Verweigerungshaltung der Kinder um eine neue Autismus-Spektrum-Störung handelt, sorgen nach den sehr persönlichen Berichten jeweils für eine gewisse Beruhigung. Fazit: unglaublich wichtig, dass so etwas einmal publiziert wurde, um die Lage und Situation der betroffenen Familie deutlich zu machen - und unbedingt lesenswert.

Sushi

Dieses Buch ist für mich das letzte Puzzelteil , was ich Jahre gesucht habe. Ich dachte jemand schreibt über unser Leben. Dieses Buch war so unendlich wichtig für mich und kann ich nur jedem dringend ans Herz legen. Zutiefst berühren und informierend. Danke.

Sam2009

Dieses Buch vermittelt so viel Hintergrundwissen über eine Autistische Spektrum Störung, die so grausam, so kräfteraubend sein kann und gleichzeitig so hilflos macht. Endlich ein Buch, das Aufklärung vermittelt. Wertvoll für Betroffene, da u.a. Hilfestellung gegeben wird, aber ebenso für alle Interessierten, die gerne mehr verstehen möchten. Kein medizinisches Fachbuch, sondern echte Lebensgeschichten, die betroffen machen und aufrütteln.

SaSu

Dieses Buch ist einfach nur super geschrieben von echten Erfahrungen. Eine super Hilfe um PDA verstehen zu lernen.

Louvet Fabienne

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Häufig gestellte Fragen zu PDA

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Pathological Demand Avoidance

PDA ist eine Form des Autismus-Spektrums, die durch eine extreme und anhaltende Vermeidung alltäglicher Anforderungen und Erwartungen gekennzeichnet ist. Menschen mit PDA zeigen oft eine ausgeprägte Angst vor dem Verlust der Kontrolle und nutzen verschiedene Strategien, um Anforderungen zu vermeiden.

PDA unterscheidet sich durch die zentrale Rolle der Demand Avoidance (Anforderungsvermeidung). Während andere autistische Menschen oft von Routinen profitieren, können Menschen mit PDA selbst gewohnte Aktivitäten vermeiden, wenn sie als Anforderung wahrgenommen werden.

Erfolgreiche Ansätze beinhalten die Reduzierung direkter Anforderungen, das Anbieten von Wahlmöglichkeiten, die Verwendung indirekter Sprache und das Schaffen einer unterstützenden, druckarmen Umgebung. Wichtig ist es, die Autonomie der Person zu respektieren.

PDA wird in Deutschland zunehmend anerkannt, auch wenn es noch nicht überall als eigenständige Diagnose etabliert ist. Viele Fachkräfte erkennen jedoch die spezifischen Merkmale und Bedürfnisse von Menschen mit PDA an.

Es gibt verschiedene deutschsprachige und übersetzte Bücher über PDA, die sowohl für Betroffene als auch für Angehörige und Fachkräfte wertvolle Einblicke bieten. Besonders empfehlenswert sind Werke, die praktische Strategien und persönliche Erfahrungen kombinieren.

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